Die Objekte des Kunstgewerbevereins aus rotem Steinzeug schlummern seit Jahren im Depot des Museums Angewandte Kunst und sind doch die Schlüsselwerke, um das Problem der Zuschreibung an Böttger in Dresden oder Goerne in Plaue a.d. Havel erstmals seit 1908 lösen zu können. Angela Gräfin von Wallwitz beschreibt den spannenden Weg zu einer Fälscher Werkstatt in Malmö, der Identifizierung bisher falsch datierter Böttger Objekte weltweit, die Entdeckung der Bedeutung der roten Steinzeug Objekte des Museums und deren Analyse mit Rasterelektronen Mikroskope in der Bergakademie TU Freiberg. Da Böttger Steinzeug ca. 100x teurer gehandelt wird als die Produkte aus Plaue, sind diese Erkenntnisse nicht nur für die Kunstgeschichte bedeutsam, sondern auch für Sammler und Händler.