Die Sammlung des Kunstgewerbevereins

In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts drohte der Beginn industrieller Massenproduktion das Gedeihen des heimischen Gewerbes zu beeinträchtigen, Qualität und Geschmack wurden vernachlässigt. Ein „Komitee zur Förderung des Gewerbes und der Kunst“, gebildet aus Mitgliedern der Polytechnischen Gesellschaft, veranstaltete deshalb 1875 eine Ausstellung hervorragender Beispiele handwerklicher Kunstgagenstände aus dem Besitz von Adel, Kirche und privaten Sammlern. Da eine Reihe Leihgeber bereit war, dem Komitee fast ein halbes Hundert Kunstgegenstände auf Dauer zu überlassen, wurde beschlossen, einen Verein als Träger dieser „Musterschau“ zu errichten. Am 25. März 1877 wurde der „Mitteldeutsche Kunstgewerbeverein“ gegründet. Er schuf in dem ehemaligen Gebäude des Städel'schen Kunstinstituts in der Neuen Mainzer Straße Ausstellungsräume, richtete eine Schule mit Fachklassen für bestimmte Kunsthandwerke ein und erwarb Kunstgegenstände und Bücher für eine Fachbibliothek. 1881 wurde das Kunstgewerbemuseum in der Neuen Mainzer Straße eröffnet. Die Inflation als Folge des Ersten Weltkriegs zwangen den Verein, das Museum und die damit zusammenhängenden Einrichtungen auf die Stadt Frankfurt zu übertragen. Seit dieser Zeit hat der Verein auf Vorschlag der jeweiligen Museumsdirektoren Kunstgegenstände erworben und als Dauerleihgaben dem Museum zur Verfügung gestellt.

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Die Asiensammlung

 

 

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