Die ehemalige Kuranlage Wilhelmsbad wurde um 1780 westlich von Hanau erbaut. Ausgangspunkt war eine im Wald entdeckte Heilquelle. Die spätbarocken Gebäude und der englische Landschaftsgarten bilden zusammen mit Burgruine, Karussell und aufgestautem See ein Gesamtkunstwerk, das sich durch das frühe Versiegen der Quelle bis heute nahezu unverändert erhalten hat. Bauherr war der hessische Erbprinz Wilhelm IX. Das Geld zum Bauen verschaffte er sich durch Ausleihen seiner Soldaten in dem amerikanischen Unabhängigkeitskrieg. Die Planung stammt von Franz Ludwig Cancrin, Architekt, Ingenieur und Verfasser einer »Bürgerlichen Baukunst«. Sein Wilhelmsbader Comoedienhaus gehört zu den historischen europäischen Theatern.